Sicherheit und Awareness
Alle Menschen sollen sich beim CSD Halle (Saale) möglichst sicher, respektiert und willkommen fühlen. Diskriminierung, Belästigung, Bedrohungen und Gewalt haben bei unseren Veranstaltungen keinen Platz.
Wenn du selbst Unterstützung benötigst oder einen Vorfall beobachtest, wende dich bitte an eine der Anlaufstellen vor Ort. Nimm auch das Sicherheitsempfinden anderer Menschen ernst und hole Hilfe, wenn eine Situation nicht ohne Weiteres einzuschätzen ist.
Im Notfall
Bei unmittelbarer Gefahr, Gewalt oder einer akuten medizinischen Notlage wähle den Notruf:
- Polizei: 110
- Feuerwehr und Rettungsdienst: 112
Die Polizei ist während des CSD mit einer Vielzahl von Einsatzkräften vor Ort. Du kannst jederzeit anwesende Polizist*innen ansprechen oder dich an den Informationsstand der Polizei wenden.
Bringe dich nicht selbst in Gefahr. Halte Abstand zu bedrohlichen Situationen und überlasse notwendige Maßnahmen der Polizei und den zuständigen Einsatzkräften.
Unterstützung und Awareness vor Ort
Wenn du Diskriminierung, Belästigung, Bedrohungen oder andere unangenehme Situationen erlebst oder beobachtest, kannst du dich an folgende Stellen wenden:
- den Stand der AIDS-Hilfe Halle/Sachsen-Anhalt Süd e. V.
- den Stand des BBZ lebensart e. V.
- den Kuchenstand
- den Informationsstand der Polizei
- anwesende Polizist*innen
Du kannst dich auch an diese Stellen wenden, wenn du dich unsicher fühlst, Orientierung benötigst oder eine andere Person unterstützen möchtest.
Gespräche mit den Ansprechpersonen des BBZ lebensart e. V. und der AIDS-Hilfe werden grundsätzlich vertraulich behandelt und richten sich nach den Bedürfnissen und Wünschen der betroffenen Person. Ohne Zustimmung der betroffenen Person werden grundsätzlich keine weiteren Schritte eingeleitet. Bei einer akuten Gefahr für die betroffene Person oder andere Menschen können jedoch sofortige Schutzmaßnahmen erforderlich sein.
Medizinische Hilfe
Der Sanitätsdienst befindet sich vor der Thalia-Buchhandlung im Süden des Marktplatzes. Der Standort ist während des gesamten Straßenfestes erreichbar.
Bei kleineren Verletzungen, gesundheitlichen Beschwerden oder medizinischen Problemen kannst du dich direkt an den Sanitätsdienst wenden. Bei einer akuten oder lebensbedrohlichen Situation wähle bitte sofort den Notruf 112 oder bitte eine andere Person darum.
Während der Demonstration kannst du dich bei einem medizinischen Notfall außerdem an anwesende Polizist*innen wenden.
Rechte und queerfeindliche Störungen
Wenn du rechte, queerfeindliche oder andere menschenverachtende Störungen, Provokationen oder Bedrohungen wahrnimmst:
- Gehe nicht selbst in eine Auseinandersetzung.
- Halte Abstand und bringe dich in Sicherheit.
- Sprich umgehend anwesende Polizist*innen an.
- Befolge die Anweisungen der Polizei und des Veranstaltungsteams.
- Unterstütze betroffene Personen nur, wenn du dich dabei nicht selbst gefährdest.
Auch Äußerungen oder Situationen, die zunächst nicht eindeutig erscheinen, dürfen gemeldet werden. Die Polizei und die Ansprechpersonen vor Ort entscheiden gemeinsam mit der betroffenen Person über das weitere Vorgehen.
Vermisste Personen
Wenn du eine Person aus deiner Gruppe nicht mehr findest oder eine möglicherweise vermisste oder hilfsbedürftige Person bemerkst, wende dich bitte an die Polizei. Dies gilt besonders, wenn Kinder, Jugendliche oder andere schutzbedürftige Personen vermisst werden.
Teile der Polizei möglichst genau mit, wen du suchst, wo und wann die Person zuletzt gesehen wurde und wie sie erreicht werden kann.
Sicherheitsinformationen und Durchsagen
Wichtige Hinweise werden über Bühnendurchsagen und die LED-Wand verbreitet. Achte deshalb während der Veranstaltung auf aktuelle Mitteilungen.
Wenn das Veranstaltungsgelände aufgrund einer Gefahrenlage verlassen werden muss oder besondere Verhaltensregeln gelten, werden die erforderlichen Anweisungen mehrsprachig über die Bühne und die LED-Wand bekannt gegeben. Bleibe ruhig, dränge nicht und folge den Anweisungen der Polizei sowie des Veranstaltungsteams.
Verbotene Gegenstände
Glasflaschen, Waffen (auch Gegenstände, die wie Waffen aussehen), gefährliche Gegenstände und Pyrotechnik dürfen weder zur Demonstration noch auf das Gelände des Straßenfestes mitgebracht werden.
Darüber hinaus gelten eine gesonderte Demonstrationsordnung und eine Veranstaltungsordnung. Die darin enthaltenen Regelungen sind für alle Teilnehmenden und Besucher*innen verbindlich.
Vorfälle nach dem CSD melden
Queerfeindliche, diskriminierende oder gewalttätige Vorfälle können auch nach dem CSD gemeldet werden. Du kannst dich unmittelbar an die beteiligten Vereine wenden:
BBZ lebensart e. V.
E-Mail: E-Mail-Adresse anzeigen
www.bbz-lebensart.de
AIDS-Hilfe Halle/Sachsen-Anhalt Süd e. V.
E-Mail: E-Mail-Adresse anzeigen
Telefon: (0345) 58 212 70
www.halle.aidshilfe.de
Eine weitere Anlaufstelle ist die AP LSBTTI – Ansprechperson für die Belange von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans* und intergeschlechtlichen Menschen bei der Polizei des Landes Sachsen-Anhalt. Dort können queerfeindliche Straftaten, Bedrohungen und Diskriminierungserfahrungen gemeldet werden.
Ansprechpersonen für Opfer queerfeindlicher Gewalt in Sachsen-Anhalt
Für Betroffene queerfeindlicher Gewalt stehen außerdem besondere Ansprechpersonen bei den Staatsanwaltschaften in Sachsen-Anhalt zur Verfügung.
Halle (Saale) und Naumburg
Sebastian Lüdecke, Staatsanwalt
E-Mail: E-Mail-Adresse anzeigen
Telefon: (0345) 220 38 06 oder (0345) 220 36 81
Halberstadt
E-Mail: E-Mail-Adresse anzeigen
Telefon: (03941) 58 38-0
Magdeburg
E-Mail: E-Mail-Adresse anzeigen
Telefon: (0391) 606-0
Stendal
Dagmar Regel, Staatsanwältin
E-Mail: E-Mail-Adresse anzeigen
Telefon: (03931) 58-0
Du entscheidest selbst, welche Anlaufstelle für dich passend ist.
Bei unmittelbarer Gefahr gilt weiterhin: Wähle den Notruf 110 oder 112.