Queerfilmfestival 2026 – Zazie Kino
10.09. – 16.09.

Geboten wird queeres Kino in seiner ganzen unverschämten Vielfalt und Energie: von kunstvoll bis kämpferisch, zärtlich bis zügellos. Unter den 18 Filmen sind Preisträger und Highlights der Festivals von Cannes („Flesh & Fuel“, „Jim Queen“), Venedig („On the Road – En el camino“), Berlin („Iván & Hadoum“) und San Sebastián („Maspalomas“). Beiträge wie „Blue Film“ aus den USA und „Die Passion nach G.H.B.“ aus Brasilien werden schon jetzt kontrovers diskutiert und als Kultfilme der Zukunft gehandelt – sie gehören übrigens zu den sieben Deutschlandpremieren des Queerfilmfestivals.
Die 18 Filme auf einen Blick:
„Bearcave“ von Krysianna B. Papadakis & Stergios Dinopoulos
Griechischer Liebesfilm über zwei Freundinnen, die lustvoll den Ausbruch aus dem ländlichen Patriarchat proben.
„Blue Film“ von Elliot Tuttle
Kontovers diskutiertes Psycho-Drama über einen Sexworker, der von einem anonymen Kunden zum brutalen Seelen-Striptease herausgefordert wird.
„Body Blow“ von Dean Francis
Wilder australischer Glam-Noir über einen sexsüchtigen Polizisten, der einem Twink fatal verfällt.
„Cooking up Democracy“ von Monika Treut
Demokratie-Rezepte von queeren Aktivist:innen aus Taiwan, serviert u. a. von der ehemaligen Digitalministerin Audrey Tang.
„Die Passion nach G.H.B.“ von Gustavo Vinagre & Vinícius Couto
Orgiastisches Chemsex-Kammerspiel mit philosophischen Exkursen in die brasilianische Literatur.
„Departures“ von Neil Ely & Lloyd Eyre-Morgan
Charmantes britisches Comedy-Drama über einen netten Normalo, der sich in einen toxischen Pseudo-Hetero-Macho verknallt.
„Eine Matrosengeschichte“ von Kasper Kalle
Schaurig-schöne Gothic-Love-Story auf den Faröer Inseln, nach einer Kurzgeschichte von Karl Heinrich Ulrichs.
„Fantasy“ von Kukla
Urbanes Balkanmärchen über eine Mädchen-Clique, die sich von einer glamourösen trans Frau zu mehr Widerständigkeit inspirieren lässt.
„Flesh & Fuel“ von Pierre Le Gall
Hoffnungsvoller Liebesfilm über ein französisch-polnisches Fernfahrer-Paar, in Cannes mit der Queer Palm Revelation ausgezeichnet.
„Free at Heart“ von Max Hegewald
Eine verbotene Liebe zwischen zwei Teenagern in Niedersachsen. Beim Festival in Hof mit einer besonderen Erwähnung der Jury bedacht.
„Maspalomas“ von Moriarti
Vielfach preisgekrönter Arthouse-Hit über einen schwulen Rentner, der sich nach einem Schlaganfall in sein queeres Utopia auf Gran Canaria zurückkämpft.
„Iván & Hadoum“ von Ian de la Rosa
Ausgezeichnet mit dem Berlinale-Teddy: Liebesdrama trifft Arbeitskampf in diesem feinfühligen Film über einen trans Mann zwischen Karriere und Lebensglück.
„Fucking Different Generations“ realisiert von Kristian Petersen
Siebter Teil der legendären, vor 21 Jahren initiierten Kompilationsfilmreihe: Kurzfilme als Bestandsaufnahmen der queeren Communities im Wandel der Zeit.
„Paris Was a Woman“ von Greta Schiller
Dokumentarfilmklassiker von 1996 über die feministischen Heldinnen des Paris der 1920er und 1930er Jahre. Wird gezeigt in einer aufwendig restaurierten Fassung.
„Jim Queen“ von Nicolas Athané und Marco Nguyen
Umwerfend witzige Animationskomödie für Erwachsene über einen schwulen Fitness-Influencer, der es mit einer rätselhaften Heterose-Pandemie zu tun bekommt.
„On the Road – En el camino“ von David Pablos
Abgründiger, vielfach ausgezeichneter Liebes-Thriller um einen Trucker und einen Dealer auf den weiten Straßen Nordmexikos.
„On the Sea“ von Helen Walsh
An der rauen Küste von Nordwales finden zwei Muschelfischer zueinander. Ein erwachsener, besonderer Film über die Liebe.
„Skiff“ von Cecilia Verheyden
Eine Fünfzehnjährige findet erst das Mädchen ihrer Träume und dann zu sich selbst. Ein zärtlicher Film über die Unausweichlichkeit des Erwachsenwerdens.